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Ob ein Diabetes vorliegt oder nicht, kann durch Blutzuckertests festgestellt werden.

Diabetes erkennen: Symptome und Diagnose

Diabetes ist eine Stoffwechselerkrankung, die sich schleichend entwickeln und über viele Monate oder sogar Jahre unentdeckt bleiben kann. Diabetes kann in verschiedenen Varianten auftreten und dementsprechend unterschiedlich können auch einzelne Symptome ausfallen. Er geht unbehandelt mit einem dauerhaft erhöhten Blutzuckerspiegel einher, der sich jedoch oft erst relativ spät bemerkbar macht. Umso wichtiger ist es, sich frühzeitig zu informieren und sich im Zweifelsfall untersuchen zu lassen. Eine eindeutige Diagnose gelingt letztendlich nur mit einem Blutzuckertest beim Arzt. Welche Anzeichen deuten auf einen Diabetes hin und wie genau lässt sich er sich feststellen?

Symptome bei Diabetes: Anzeichen für erhöhte Blutzuckerwerte

Wer häufigen Harndrang und verstärkten Durst verspürt, wird zuerst wahrscheinlich kaum an Diabetes denken. Möglicherweise versucht aber der Körper, ein Zuviel an Zucker im Blut mit dem Urin auszuscheiden. Auch durch eine ausgeprägte Müdigkeit und Abgeschlagenheit kann sich die Erkrankung bemerkbar machen.

Sowohl bei einem Typ-1 als auch bei einem Typ-2-Diabetes treten diese typischen Beschwerden auf. Ein genauerer Blick auf die Symptome zeigt aber deutliche Unterschiede zwischen den verschiedenen Diabetesformen. Diese weiteren Anzeichen können auf einen Typ-1-Diabetes hinweisen:

  • gesteigerter Appetit

  • rapider Gewichtsverlust

  • Kopfschmerzen

  • Konzentrations- und Sehstörungen

  • Acetongeruch im Atem

Im Gegensatz dazu sind bei einem Typ-2-Diabetes neben einem ständigen Durstgefühl, häufigem Wasserlassen und starker Müdigkeit folgende Symptome typisch:

  • höhere Infektionsanfälligkeit

  • schlecht heilende Wunden

Verschiedene Testverfahren, gleiche Diagnose?

Diese Diabetes- Symptome sind relativ unspezifisch und deshalb nicht leicht zu erkennen. Konkret Aufschluss kann nur ein der Arzt geben. Um eine verlässliche Diagnose zu stellen, können folgende Blutzuckertests durchgeführt werden:

  • Um den morgendlichen Nüchternblutzucker zu ermitteln, ist es notwendig mindestens acht Stunden vor der Blutentnahme keine Nahrung zu sich zunehmen.

  • Der Gelegenheitszucker ist zu jeder Tageszeit und unabhängig von den Mahlzeiten messbar. Der Test findet vor allem Verwendung bei Hinweisen auf einen zu hohen Blutzuckerspiegel, wie häufiges Wasserlassen, gesteigerter Durst, Schwächegefühl und Gewichtsabnahme. Ein normaler Wert schließt Diabetes nicht aus.

  • Beim Zuckerbelastungstest trinken Sie auf nüchternen Magen eine Traubenzuckerlösung. Dieser orale Glukosetoleranztest (OGTT) zeigt an, wie gut die Körperzellen den Zucker aus dem Blut aufnehmen können. Eine Messung erfolgt, bevor Sie die Glukoselösung trinken, und eine weitere zwei Stunden danach.

  • Der Langzeitzucker (Hba1c-Wert) gibt die durchschnittliche Blutzuckerkonzentration der letzten zwei bis drei Monate an. Der Vorteil besteht darin, dass er keinen tageszeitlichen Schwankungen unterliegt, der Nachteil darin, dass er als Durchschnittswert unter Umständen keine Hinweise auf eventuelle extreme Ausreißer gibt.

Eine Kombination aus mehreren Tests oder Wiederholungen kann im Einzelfall sinnvoll sein.

Bei folgenden Werten liegt Diabetes vor (vgl. die Praxisleitlinie der Deutschen Diabetes Gesellschaft):

  • Nüchternblutzucker von über 126 mg/dl (7 mmol/l)

  • Gelegenheitsblutzucker von über 200 mg/dl (11,1 mmol/l),

  • Blutzuckerwerte von über 200 mg/dl (11,1 mmol/l) zwei Stunden nach einem Zuckerbelastungstest

  • Langzeitzucker von über 6,5% (48mmol/mol Hb)

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