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Mit diesen Tipps lassen sich die fünf größten Weihnachtsklippen bei Diabetes gekonnt umschiffen.

Fünf Weihnachtsklippen bei Diabetes – und wie man sie gekonnt meistert

Es ist Adventszeit, nahezu überall hängen Glühweinaroma und der Duft nach selbstgebackenen Plätzchen in der Luft. Für Menschen mit Diabetes, die beim Schlemmen und Genießen Kohlenhydrate und gegebenenfalls auch Kalorien im Blick behalten müssen, ist die Vorweihnachtszeit deshalb nicht immer ganz einfach. Doch es gibt Tipps und Tricks, wie man adventliche Diabetesfallen geschickt umschiffen kann, ohne dass der Spaß auf der Strecke bleibt.

Ob man nun schon das ganze Jahr sehnsüchtig auf die Adventszeit hinfiebert oder eher zu den Weihnachtsmuffeln zählt – am kulinarischen Drumherum der Feiertage führt hierzulande einfach kein Weg vorbei. Spätestens wenn sich die Keksdosen mit selbstgebackenen Plätzchen füllen und das Weihnachtsmenü vorbereitet wird, stellt sich für Menschen mit Diabetes die alljährliche Frage: Wie schaffe ich es, entspannt und ohne Blutzuckerentgleisungen die Vorweihnachtszeit und die Feiertage zu genießen? Immerhin kommen in diesen Tagen oft ganz andere Lebensmittel auf den Tisch als während des restlichen Jahren. Es wird mehr genascht, fettiger gegessen und mehr Alkohol getrunken. Außerdem bewegen sich die meisten Menschen insbesondere in der dunklen Jahreszeit weniger - wodurch ein weiteres “Hausmittel” zum Senken des Blutzuckers ausbleibt: Bewegung.

All diese Faktoren sind nicht unbedingt ideal, wenn man bei Diabetes möglichst stabile Glukosewerte anstrebt. Doch trotzdem sollten sich Menschen mit Diabetes von ihrer Stoffwechselerkrankung nicht die Weihnachtszeit vermiesen lassen. Denn mit etwas vorausschauender Planung lassen sich die meisten Weihnachtsklippen gekonnt umschiffen.

Tipp 1: Wer selbst backt, erlebt weniger Überraschungen

Klar kann man im Supermarkt oder beim Bäcker auch einmal zu fertigen Plätzchen greifen. Doch selbst zu backen sorgt zum einen für heimelige Weihnachtsstimmung. Und zum anderen behält man auf diesem Weg die volle Kontrolle über die Inhaltsstoffe. Mittlerweile finden sich auf Rezeptseiten im Internet oder in Backbüchern jede Menge Rezepte für Weihnachtsgebäck mit weniger Kohlenhydraten und/oder Zucker. So lassen sich konventionelles Weißmehl oft zumindest teilweise durch gemahlene Nüsse und Zucker durch Austauschstoffe wie Xylit, Erythrit, Stevia oder Tagatose ersetzen. Wer auf der ganz sicheren Seite sein möchte, sollte sich die Mühe machen, die wichtigsten Nährwerte für die Gesamtmenge der selbstgebackenen Plätzchen auszurechnen. Hierfür eignen sich z. B. Plattformen wie fddb, bei denen man gezielt nach den Nährwerten einzelner Lebensmittel suchen kann. Dann die Gesamtmenge durch die Zahl der fertigen Plätzchen teilen – und schon weiß man, wie viele Kohlenhydrate und Kalorien das selbstgebackene Gebäck enthält und kann leichter abschätzen, wie viele Insulineinheiten gegebenenfalls dafür fällig sind.

Tipp 2: Bei Alkohol an den Effekt auf die Zuckerwerte denken

Der Becher Glühwein, der Apéritiv vor dem Weihnachtsmenü, zum Hauptgang ein begleitender Wein, ein Absacker zum Verdauen – es lässt sich kaum leugnen, dass in der Weihnachtszeit oft deutlich mehr Alkohol getrunken wird als sonst. Unabhängig von einer Diabetesdiagnose ist es natürlich sinnvoll, beim Alkoholkonsum Maß zu halten – auch ein Weihnachtstee kann wärmen und für das besondere Weihnachtsgefühl sorgen. Doch beim festlichen Mahl im Kreis der Familie dürfen sich auch Menschen mit Diabetes mal ein Gläschen genehmigen. Wichtig ist dabei allerdings, die Wirkung von Alkohol auf den Blutzucker zu kennen und im Blick zu behalten. Vor allem industriell hergestellter Glühwein ist oft stark gesüßt und kann den Blutzuckerspiegel daher kurzfristig in die Höhe treiben. Später hingegen kann der Alkoholanteil im Glühwein dafür sorgen, dass der Blutzuckerspiegel sinkt. Das liegt daran, dass die Leber nach dem Genuss von Alkohol vorrangig damit beschäftigt ist, den Alkohol abzubauen. Andere Aufgaben – vor allem die, über Nacht Glukose aus den Leberspeichern freizusetzen – werden dann erst einmal hinten angestellt. Damit steigt die Gefahr von Unterzuckerungen, vor allem für Menschen mit Diabetes, die Insulin spritzen. Wenn Alkohol im Spiel war, sollten Menschen mit Diabetes zum Schlafengehen deshalb lieber einen etwas höheren Glukosewert anpeilen und vielleicht abends noch einen kohlenhydrathaltigen Snack zu sich nehmen.

Tipp 3: Nach einem üppigen Mahl eine Runde spazieren gehen

Am Nachmittag trudeln die Verwandten ein, es gibt Kaffee und Plätzchen. Später wird die Weihnachtsgans in den Ofen geschoben, vorweg gibt es eine leckere Vorspeise und danach ein verführerisches Dessert. Die meisten Menschen verbinden Weihnachten neben Geschenken und Beisammensein im Familienkreis vor allem mit üppigen Mahlzeiten – auch wenn sich viele von ihnen später darüber ärgern, dass sie wieder einmal viel zu viel gegessen haben. Wer einen allzu großen Schreck auf der Waage im neuen Jahr vermeiden und außerdem seine Blutzuckerwerte im Zaum halten möchte, sollte seiner Familie einen ausgedehnten Spaziergang nach dem gemeinsamen Essen vorschlagen. Die Extra-Bewegung verbrennt zumindest einen Teil der überschüssigen Kalorien, bremst den Blutzuckeranstieg und tut auch der Seele gut. Denn häufig kommt man beim Spazieren viel leichter miteinander in ein anregendes und vertrautes Gespräch als wenn man nur daheim auf dem Sofa hockt!

Tipp 4: Lieber einmal mehr nach den Glukosewerten schauen

Die Weihnachtszeit stellt so manche übliche Tagesroutinen auf den Kopf. Das Frühstück steht vielleicht an den Feiertagen später auf dem Tisch als sonst. Überall stehen Süßigkeiten herum, die zum Naschen zwischen den Mahlzeiten verführen. Die Weihnachtsgans ist fettiger als die gewohnten Leibgerichte, bei einem mehrgängigen Menü kann sich eine Mahlzeit auch mal über Stunden hinziehen. Mit dem bewährten Alltags-Diabetesmanagement kommt man an Weihnachten nicht immer weiter. Die einzige Lösung für dieses Problem: häufiger als sonst den Blutzucker messen beziehungsweise auf die Glukosekurve des CGM-Geräts schauen und hohe Glukosewerte bei Bedarf korrigieren. Um bei Teststreifen oder Insulinampullen nicht während der Feiertage ‚auf dem Trockenen‘ zu sitzen, sollten Menschen mit Diabetes rechtzeitig ihre Vorräte prüfen und sich bei Bedarf in ihrer Diabetespraxis Rezepte für zusätzliche Teststreifen und/oder Insulin ausstellen lassen!

Tipp 5: Großen Bogen um Stress und Gewissensbisse machen

Gerade zur Weihnachtszeit neigen viele Menschen zu unnötigem Perfektionismus. Sie sind nur zufrieden, wenn sie mit ihren Präsenten den Geschmack ihrer Lieben ganz exakt getroffen haben, wenn das Festessen auch einen Sternekoch zufriedenstellen würde und überhaupt rein gar nichts schief geht – weder bei der Planung der Feiertage, noch bei den Glukosewerten. Wer derart hohe Ansprüche an sich selbst stellt, gerät in der Vorweihnachtszeit schnell in Stress – und der ist bekanntlich Gift, nicht nur für das emotionale Wohlbefinden. Denn Stress führt im Körper zu einer erhöhten Ausschüttung von Hormonen wie Adrenalin und Kortisol, die wiederum vermehrt Glukose aus den Speichern freisetzen. Schließlich ist Stress für den steinzeitlich programmierten Körper gleichbedeutend mit einer Gefahr, auf die er mit Flucht oder Angriff reagieren muss – beides Manöver, die zusätzliche schnelle Energie in Form von Zucker erfordern. Doch Flucht oder Angriff sind an Weihnachten ja in der Regel keine Optionen… Deshalb lieber einen Gang runterschalten, kleine Missgeschicke mit Humor nehmen und auch einmal Nachsicht mit sich selbst üben. Die Familie wird das ebenso zu schätzen wissen wie der Diabetes!

Wir hoffen, dass diese fünf Tipps hilfreich sind und wünschen Euch eine schöne Vorweihnachtszeit und besinnliche Feiertage ohne Blutzuckerentgleisungen!

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